Strandgedanken Der Blog zum Leben in Wilhelmshaven

A chinese lion statue

Strandgedanken – Gedanken die einem kommen, wenn man am Morgen noch halb verschlafen beim ersten Kaffee ist – Abends in der Wanne liegt – einfach mal abgeschaltet hat – oder tatsächlich am Strand sitzt. Gedanken die Fragen aufwerfen – Gedanken die Antworten bringen – Gedanken die Glück transportieren.

Strandgedanken, spiegelt in erster Linie meine persönlichen Gedanken um das was hier mit und in Wilhelmshaven passiert wieder. In den meisten Fällen ist meine erste, innerliche, Antwort auf diese Gedanken: „…es könnte so einfach sein!" Aber einfach nur denken - oder vielleicht schimpfen, hilft nicht! Ich möchte zu diesen „Wilhelmshaven Themen“ zur Diskussion anregen! Vielleicht lassen sich ja so einige „Wilhelmshavener Fehlermeldungen“ vermeiden.

Aber keine Angst – ich will in diesem Blog nicht die Welt erklären! Einfach nur meine persönlichen Gedanken zum Leben mit und in Wilhelmshaven teilen. Und dass das Leben hier auch seine schönen und lustigen Momente hat, wird mir jeden Tag aufs Neue vor Augen geführt!

„Ich freue mich auf Ihren Besuch und Ihre Kommentare zu den Strandgedanken.

Helmut Havelka

Die Alternative zur Banter Kulisse

Helmut 2. März 2011

Das Gelände zwischen Ems Straße und Banter See soll mit Gewerbe- und Wohnhäusern bebaut werden.

Fotomontage: Helmut Havelka

Eine Alternative wäre die Umwandlung in eine parkähnliche Freizeitfläche und die Ansiedlung einer neuen Stadthalle. Erholungs- und Spielflächen am Nordufer des Sees könnten das Areal zur Oase für Einheimische und Touristen machen.

Der Artikel bei Strandgut

Die Südzentrale – Abriss oder Attraktion…

Helmut 2. März 2011

Die Südzentrale in Wilhelmshaven - Foto: Alexander Fünfstück

Die Südzentrale - Foto: Alexander Fünfstück

Nach jahrelanger Untätigkeit der entscheidenden Seiten plant der mittlerweile 4. Besitzer den Abriss des deutschlandweit Bekannten ehemaligen Baudenkmals Südzentrale. Doch wir meinen “JA zur Südzentrale!”

Mit der Stilllegung des Kraftwerkes 1994 begann der Verfall zum heutigen Zustand. Doch sollen die neusten Analysen und Erkenntnisse zum Tourismus in Wilhelmshaven und der Region ernst genommen werden, kommen die Verantwortlichen nicht umhin sich schnell und ernsthaft mit der Zukunft der Südzentrale zu beschäftigen. Auf offene Ohren, bei Bürgern, Investoren, Unternehmen und auch bei den Besitzern, werden sie nach unseren Informationen stoßen.

Für den Erhalt und die Restaurierung der Südzentrale starten wir die neue Strandgut Aktion JA zur Südzentrale und sammeln im ersten Schritt Meinungen und Kommentare, die zum Erhalt und zur Restaurierung der Südzentrale führen sollen. In den nächsten Wochen werden wir weitere Schritte hinzufügen, die Eines zum Ziel haben: die Südzentrale zu erhalten und zu einer Attraktion für Wilhelmshaven zu machen!

Sagen Sie uns Ihre Meinung – Abriss oder Attraktion…

Unser vollständiger Artikel zur Südzentrale

1000 Gedanken und ein zu kurzes Jahr

Helmut 10. November 2010

November – hatten wir nicht grade noch Schnee und Eis vor der Tür? Ist das tatsächlich schon wieder so lange her? Und der Sommer war auch schon? Ach ja, stimmt, und so schlecht war der ausnahmsweise mal nicht. Ich habe das Gefühl die Zeit ist dieses Jahr gerannt… und für einiges (leider auch für die Strandgedanken) blieb zu wenig Zeit. Zudem hat Strandgedanken eine neue Adresse bekommen. Leider sorgte der Umzug für etwas Aufregung, da die Kommentare verloren gegangen sind. Jetzt heißt es Neue sammeln und Strandgedanken wieder mit Leben füllen.

Auch Wilhelmshaven hat ein aufregendes Jahr hinter sich. Anlass sich aufzuregen? Eins ist Sicher – Wilhelmshaven steht am Scheideweg! Aufschwung und lebenswerte Stadt oder totale Bedeutungslosigkeit und finanzieller Garaus. Wohin werden wir gehen?

Was mich bei dieser Frage am meisten erschreckt: unsere Führung (ob nun Verwaltung oder Rat) scheint in Sphären zu schweben die weit Entfernt jeder Realität angesiedelt sind. Auf Bundesebene könnte ich dafür ja noch ein wenig Verständnis aufbringen. Aber hier? Und wenn ich mir die Kandidaten für die OB Wahl ansehe und deren Aussagen höre, bekomme ich Angst. Wohin steuert eine Stadt die von ihrem zukünftigen Chef weniger Kompetenz verlangt als von ihren Aushilfskräften? Allein die Anzahl der Bewerber zeigt, dass es bei der Wahl wohl gar nicht um Wilhelmshavens Zukunft, sondern um einen Platz an der Sonne für den künftigen Amtsinhaber gehen wird.

Was Wilhelmshaven braucht ist ein „Aufräumer“! Jemanden der den Kampf gegen die in Jahrzehnten aufgebauten Postenstrukturen nicht scheut. Jemanden mit Verwaltungskompetenz und den Blick für eine breite wirtschaftliche Basis.

Ich liebe diese Stadt! Auch wenn ihr immer wieder Attribute übergestülpt werden die sie einfach nicht erfüllen kann. Wilhelmshaven ist keine „boomtown“ – aber sie könnte eine funktionierende und lebenswerte Stadt sein!  Potenzial dafür hat Wilhelmshaven reichlich.

Manchmal kommt es anders…

Helmut 12. September 2010

…und besser als man denkt!

„Was ist denn bei Strandgut los?“ war die Frage die mir in den letzen zwei Wochen am häufigsten gestellt wurde. Meine Antwort „wir bauen um!“ ist natürlich nur die Kurzfassung von dem was da passiert. Natürlich kam die Entscheidung die Seite offline zu nehmen nicht über Nacht, doch im Endeffekt war sie dann doch recht schnell getroffen. Der Zeitpunkt war vielleicht nicht grade glücklich gewählt, doch besser jetzt und umfassend, als nötige Veränderungen noch weiter hinauszögern. Manchmal sind einfach größere Einschnitte nötig.

In den letzten 6 Monaten ist Strandgut rapide und weit über das hinaus gewachsen, was ich eigentlich geplant hatte. Dabei wurde einiges mit heißer Nadel gestrickt, ich musste mich mehr als mir lieb war mit der Hintergrundtechnik beschäftigen und die inhaltlichen Entwicklungen blieben auf der Strecke. Zudem rückte meine Zielsetzung in immer weitere Ferne. Natürlich war und ist die Zielsetzung Strandgut als Druckausgabe auf den Markt zu bringen – die Online Version sollte dies eigentlich „nur“ unterstützen. So war im August der Punkt für einen radikalen Schnitt erreicht.

Endlich wieder einen klaren Kopf bekommen, für die Arbeit an Strandgut klare Strukturen und Abläufe schaffen, Grenzen setzen, und „back to the roots“! Kurz gesagt, meine Zeit zukünftig wieder für die sichtbare Entwicklung nutzen. Es ist bedauerlich, dass dies nicht ohne Pause für die Besucher und Leser von Strandgut machbar ist – doch ich freue mich auf das neue Strandgut – Online- wie Druckausgabe! Ich hab` wieder Spaß an der Arbeit und kann mich erfreulicherweise auch wieder um mein  Kerngeschäft kümmern.

Also, geht doch! Manchmal kommt es eben besser als man denkt ;-)

Das neue Strandgut Layout

Der Weg in den sonnigen Süden?

Helmut 12. September 2010

Die Jadeallee

Große Hoffnungen setzt die Stadt in die Jadeallee, deren Baumaßnahmen bis zum „Wochenende an der Jade“ 2011 abgeschlossen sein sollen. Flaniermeile, Freizeitangebote und Gastronomie sind die Aussichten für Bürger und Besucher. Der derzeitige Stand der Planung wirft, trotz bereits begonnener Baumaßnahmen, zahlreiche Fragen auf.

Es hat etwas von Tunnelblick – was vor, hinter oder seitlich der „Allee“ passiert, steht im wahrsten Sinne des Wortes außerhalb der Planung. Dies wurde bei der Bürgerinformationsveranstaltung des Stadtentwicklungsamtes klar. Im Grunde sind sich ja alle einig, dass eine attraktive Verbindung zwischen Stadt und Meer für Wilhelmshaven gut ist. Aber da liegt auch schon der erste Knackpunkt. Die Verbindung von der Stadt führt über den Valois- und Gotthilf-Hagen-Platz auf die Jadeallee. Die kreuzende Weserstraße und wie man diese als Fußgänger überquert, wurde aber bei der Planung überhaupt nicht berücksichtigt. Und so hat man schon gleich zu Anfang seines Flanierens das Problem überhaupt die Flaniermeile zu erreichen.

Ich habe bei der Veranstaltung im Hotel Kaiser die Frage „kann man den Kreuzungsbereich nicht ähnlich gestalten wie die spätere Kreuzung/Einfahrt zur Wiesbadenbrücke (siehe Bild 2) und so auch eine optische Verbindung zwischen Gotthilf-Hagen-Platz und Jadeallee schaffen?“ gestellt. Von einigen Anwesenden als gute Idee aufgenommen wurde dies von Stadtbaurat Kottek in seine „Überlegungsliste“ aufgenommen. Einwände dass für eine solche Gestaltung das Verkehrsaufkommen der Weserstraße zu hoch sei, können bei vorausschauender Planung eigentlich nicht gelten. So sollte man auch überlegen ob nicht eine Vorziehung der Geschwindigkeitsbegrenzung, die ab Virchowstr. für die östliche Weserstraße gilt, Sinn machen würde.

Aber dies ist nur ein Punkt aus dem noch unklaren Umfeld der Jadeallee. Das sich die Stadt bei dem was neben dem Bürgersteig passiert auf private Initiative verlässt, ist sicher legitim. Doch gewisse Grundlagen und Richtlinien sollten geschaffen bzw. vorgegeben sein um das Ziel Attraktivitätssteigerung sinnvoll zu erreichen.

Ich bin gespannt wie sich die Jadeallee entwickeln wird. Einen ausführlichen Bericht zur Gestaltung der Jadeallee gibt es in der nächsten Ausgabe von „Strandgut“.

Weserstr. – Banter Deich

Banter Deich – Emsstr.

Ems Str. – Groden Damm

Groden Damm – Jadebusen

Wilhelmshaven und “das größte Labskaus-Essen der Welt”

Helmut 12. September 2010

Perfektes Wetter und fröhliche motivierte Mitarbeiter/innen an den Ständen die mit viel Engagement der beteiligten Restaurants und der Marine aufgestellt und betrieben wurden. Besucherscharen haben am Samstag den Weg in die City Wilhelmshavens gefunden um an der 10. Ausgabe des „größten Labskaus-Essen der Welt“ teilzunehmen. Trotz guter Stimmung, einer mit Besuchern sehr gut gefüllten City und dem zweitbesten Ergebnis (9.622 Portionen) gegenüber dem Rekordjahr 2005 mit 10.612 Portionen, verließen viele irritiert und enttäuscht die City. Was war passiert?

Dies laut Pressemitteilung „Groß-Ereignis“ und „High-Light“ erfüllte bei weitem nicht die Erwartungen die man im Vorfeld geweckt hatte. Statt der angekündigten 13 Labskaus-Stände waren lediglich 8? zu finden. Von diesen „verschwanden“ grade 5 Stände auf der gesamten Strecke der Marktstraße zwischen Virchow Straße und Mitscherlich Straße im Trubel. Das Geschehen konzentrierte sich auf der Rambla und in der Nordseepassage. Und bis auf den Stand in der Nordseepassage waren alle Stände (quasi vor dem Endspurt) bereits vor 17 Uhr und somit weit vor dem offiziellen Ende abgebaut.

Auch hätte man annehmen können dass die Geschäfte der City die Gelegenheit genutzt hätten, der Kundschaft etwas zu bieten. Aber lediglich ein Rasierer-Fachgeschäft und eine Bank nutzten die Gelegenheit die Besucher anzusprechen.

Im Vorfeld der Veranstaltung war ich an der Anfrage eines Vereins beteiligt der einen eigenen Labskaus-Stand (inkl. Fachpersonal und Unterstützung eines angesehenen Restaurants) beisteuern wollte. Mit dem Filialleiter eines Mobilfunk Shops war die Platzierung vor dem Geschäft abgesprochen und genehmigt. Leider wurde dies Engagement schnell und äußerst Vehement vom City Interessen Verein gestoppt. „Die Geschäfte hätten an diesem Tag sowieso keinen Einfluss ob in ihrem Bereich ein Stand stehen dürfe. Außerdem seihe man voll belegt und hätte keinen Platz mehr zu vergeben.“ Nach dann erfolgter Rücksprache mit Herrn Raster, freute dieser sich wenigstens über das Engagement, verwies aber auch auf die „volle Belegung und bei dem Wunschstandort auf eine mögliche Kollision mit einem weiteren Stand“. Er machte jedoch den Vorschlag den Verein im nächsten Jahr gerne zu berücksichtigen. Von dem „weiteren Stand“ war am Samstag allerdings dann weit und breit nichts zu sehen.

Bei dieser Vorgeschichte und den Presseankündigungen musste man als Besucher davon ausgehen, dass sich in der Wilhelmshavener City am Samstag Labskaus-Stand an Labskaus-Stand reihen und die gesamte City eine Festmeile ist. Warum das nicht so war und ein neuer Rekord verschenkt wurde, sollten sich die Verantwortlichen fragen.

Hoffen wir für das nächste Jahr auf eine attraktive Festmeile und ein Rekord, der Wilhelmshaven überregional positive Schlagzeilen verschafft!

Verkaufsoffener Sonntag. Erfolg garantiert?

Helmut 12. September 2010

“Frühlingserwachen” war als Motto der Wilhelmshavener City im März angekündigt. Fünf Stunden entspanntes Einkaufen im milden Frühlingsklima war angesagt. Leider hatte der Wettergott kein rechtes Einsehen zu diesem Wunsch der Kaufleute. Trotzdem tummelten sich viele wetterfeste Menschen am Nachmittag in der Marktstraße. Das aus …dem “Verkaufssonntag” eher ein “Gucksonntag” wurde, hatte meiner Meinung nach einen triftigen Grund. Scheinbar hatte man sich in der Vorbereitung von den Schönwetterphasen hinreißen lassen und außer die Geschäfte zu öffnen, keine weiteren Aktionen für die potenziellen Käufer bereit. Das „Warum?“ schwirrte mir gestern Abend und heute Morgen durch den Kopf. Ich finde es einfach Schade dass aus den vorhandenen Möglichkeiten nichts gemacht wurde!

Die Bereitschaft der Kunden, auch bei schlechtem Wetter die Innenstadt zu besuchen ist da und sie möchten einen schönen Nachmittag erleben. Leider wird ihnen aber nichts geboten. Da wird ständig über die Geschäftsschließungen und die notwendige Attraktivitätssteigerung der Innenstadt gesprochen, aber getan wird nichts. Die Verkaufsoffenen Sonntage sind doch ein hart erkämpftes Recht des Handels und ein perfektes Umfeld, Kunden an eine Stadt bzw. Einkaufszone zu binden.

In Wilhelmshaven, speziell in der Marktstraße, scheint man zudem die sogenannten „Kundenstopper“ als Allheilmittel erkoren zu haben. Diese Aufsteller sind hier teilweise in so einer hohen Dichte zu finden, dass sie, statt den Kunden ins Geschäft zu locken, eher den Weg ins Geschäft versperren. Immer wieder passiert es, dass man auf dem Weg durch die Marktstraße mit einem dieser Aufsteller kollidiert, hat man den Blick einmal zur Seite gerichtet. Ein attraktiv gestaltetes Schaufenster, das jedes Geschäft hier hat, könnte sicher mehr Kundenaufmerksamkeit auf sich ziehen. Wo ist die Kunst des Schaufensterdekorierens geblieben?

Aktionen, mit denen man die Besucher zu Anlässen wie einem Verkaufsoffenen Sonntag unterhält würde ich mir wünschen. Es muss ja nichts Großes sein. Aber die Menschen sollten zuhause sagen können „das war ein schöner Tag – und eingekauft haben wir auch noch…“

Die Südzentrale – Chance zu einer neuen Attraktion?

Helmut 11. September 2010

Trotz bestehender Konzepte tut sich seit vielen Jahren nichts mit der Südzentrale.

Kann Wilhelmshavens Zukunft im Bereich Touristik, mit der Südzentrale als touristische Attraktion für Kultur, Freizeit und Gastronomie gestärkt werden? Oder soll die Südzentrale abgerissen werden?

Foto: Alex Fünfstück

“Abriß oder Neunutzung werden darüber entscheiden, wie Wilhelmshaven mit sich selbst und seiner Vergangenheit umgeht, und damit auch, wie zukunftsfähig die Stadt ist.”
Dieser Satz aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Oktober 2002 hat heute mehr Bedeutung denn je. Gemeint ist die bis zum heutigen Tage zerfallende Ruine Südzentrale.
Einerseits schafft es die Stadt zukunftsfähige Großprojekte in Wilhelmshaven anzusiedeln, andererseits gehen immer mehr touristische Attraktionen, welche die hiesige Wirtschaft ankurbeln, verloren bzw. werden nicht erkannt.
Im Fall der Südzentrale an der Kaiser Wilhelm Brücke hat die Stadt einen Rohdiamanten in der Schatulle, den es zu Schleifen gilt.
Welch glanzvoller Augenschmaus aus dem jetzigen Schandfleck entstehen könnte haben bereits die Architekten André Winter, Corinna Janssen, Hannes Griesemann und Bettina Brosowsky vor Jahren präsentiert und in ihrem Katalog aufgezeigt.
Neben dem Kernstück, der auf einem BDA-Workshop (Bund deutscher Architekten) 2004 erarbeiteten Gestaltungsmöglichkeiten, bildet die ausgearbeitete Kalkulation eine reichhaltige Grundlage um die Südzentrale bei entsprechenden Investoren interessant zu machen.

Können unsere Stadtväter ihrem Entscheidungslabyrinth entkommen und das erkennen was die “FAZ” bereits 2002 erkannt hatte? Die Südzentrale bietet zum einen die Möglichkeit, Wilhelmshavens Vergangenheit mit der Erhaltung des Baudenkmals zu dokumentieren, zum anderen könnte mit der Integrierung eines Museums die Stadtgeschichte innerhalb historischer Mauern erzählt werden. Für Wilhelmshavens Zukunft im Bereich Touristik, Kultur, Freizeit und Gastronomie gilt es also die Weichen zu stellen. Wohin die Reise gehen soll werden wir hoffentlich in naher Zukunft sehen! Oder müssen erst wieder Jahre vergehen ehe Wilhelmshavens Spitze durch eine große Tageszeitung angeregt wird, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen?

Welcher Geschäftsmann würde bei diesem Standort, einem schlüssigen Konzept und einer zeitlos restaurierten Südzentrale nicht darüber nachdenken, hier eine zukunftsorientierte Investition zu tätigen?

Hintergrund

1908 wurde die Südzentrale als Kraftwerk für die Marinewerft von Fritz Riekert geplant und
ein Jahr später erbaut.
Mit einer Leistung von über 11000 KW war sie das größte Kraftwerk seiner Zeit
Mit der Stilllegung des Kraftwerkes 1994 begann der Verfall zum heutigen Zustand

Vom Schwarzwaldmädel zu Avatar

Helmut 11. September 2010

Kinogeschichte in Wilhelmshaven

Zucken einige von uns bei dem Begriff „Kultur“ zusammen und denken an Frack und Abendkleid, bringen die wenigsten das Kino mit diesem Begriff in Verbindung. Doch wo Theater und Museen von einer begrenzten Anzahl von Besuchern angenommen werden, bietet das Kino Kultur für eine breite Öffentlichkeit. Wilhelmshaven macht da keine Ausnahme. Insbesondere in der Wiederaufbauzeit nach dem Krieg, bot das Kino kulturelle Entspannung vom harten Alltag. Ein Kinobesuch war etwas Besonderes. Man machte sich chic, ohne es mit Frack und Abendkleid auf die Spitze zu treiben, und gönnte sich etwas.

Wilhelmshaven war damals für die deutsche Filmindustrie sogar so interessant, dass 1950 mit dem Film Schwarzwaldmädel, unter Beteiligung der Hauptdarsteller Sonja Ziemann und Rudolf Prack (heute sicher mit Veronika Ferres und Til Schweiger zu vergleichen), die Wiedereröffnung des Capitol in der Parkstraße gefeiert wurde!

Die wechselvolle Geschichte der Kinolandschaft Wilhelmshavens, hatte 1957 mit neun Kinos, unter der Leitung von sechs Betreibern, und 5.104 Sitzplätzen ihren Höhepunkt erreicht. Namen wie „Apollo-Theater“ oder „Gloria-Theater“ lassen noch die Kulturzugehörigkeit erkennen.
Und die Familien Ruge und Lübbers, oder Namen wie Hermine Felke, Egon Grunewald, Wilhelm Matthes, Walter Steinmeyer und Wilhelm Tammen, waren als Betreiber untrennbar mit dem Begriff Kino verbunden.

Doch bereits mit dem Anfang der 60er Jahre begannen auch in Wilhelmshaven Schließungen, Übernahmen und Rückbauten. Der Negativtrend in der Kinolandschaft hinterließ seine Spuren. Und bis Mitte der 60er waren 5 Kinos von der Bildfläche verschwunden.
Willi Lübbers und sein Geschäftsführer Rolf Franzen, sowie Egon Grunewald waren mit ihren Kinos „Apollo-Theater“ und „Capitol“, bzw. „Regina-Lichtspiele“ und „Gloria-Theater“ die Überlebenden der Rezession. Die Gesamtzahl der Sitzplätze hatte sich auf 2.415 reduziert.

In den folgenden 20 Jahren hatte der Kampf um den Zuschauer und diverse Betreiberwechsel, zu immer neueren Umbauten, wie Schachtelkinos, Raucher-, Service und Verzehrkinos, Einrichtungen aus Sitzgruppen mit Rufanlage für Getränkebestellungen, bis zur Vorführung von Pornofilmen, zur völligen Umstrukturierung der Kinolandschaft geführt. Und die Ansiedelung des „Film-Zentrum am Rathaus“ Ende 1980 durch einen externen Betreiber, führte zum völligen Verlust der bisher gewachsenen Kinolandschaft.
Gab es gegen Ende des Jahres 1979 noch die drei Kinos „Apollo“, „Capitol“ und „Gloria“ mit Gesamt 1.047 Plätzen, hatte sich diese Zahl zehn Jahre später auf das neue „Film-Zentrum am Rathaus“ und das zwischenzeitlich als Programmkino wiedereröffnete „Apollo“ mit Gesamt 940 Plätzen reduziert.

Eine Alternative zum „Film-Zentrum“ hatten Ende 1982 die Braunschweiger Johanna Albrecht und Klaus Brencher mit dem „Apollo-Programmkino“ geschaffen. Das Programm sollte bunt gemischt sein und aus anspruchsvollen sowie unterhaltsamen Filmen bestehen. Im von der Stadt Wilhelmshaven bezuschussten „Kommunalen Kino“, konnten zu dem künstlerisch wertvolle Filme gezeigt werden, die nicht an einen finanziellen Erfolg gebunden waren.

Nach zwischenzeitlichem Betreiberwechsel und dem anschließenden Verlust der städtischen Förderung, starteten die Wilhelmshavener Michael Kundy und Diethelm Bosold Mitte 1987 einen Neuanfang des „Apollo“ mit anspruchsvollen und wertvollen Filmen. Um den Betrieb finanziell abzusichern, wurden allerdings auch Kassenschlager gezeigt. Die Weigerung vieler Verleiher, auf Grund hinterlassener Schulden des Vorbesitzers, Filme an das „Apollo“ zu geben, konnten die beiden neuen Betreiber zu Anfang nur mit Vorauszahlungen aufheben.
Der rege Zuspruch der Wilhelmshavener Bevölkerung war Lohn und die weitere Existenz dieses Kinos vorerst gesichert.

1991 renovierte das „Filmzentrum am Rathaus“ alle sechs Kinosäle, Foyer sowie die Außenfassade um eine freundliche Atmosphäre zu schaffen und dem Marktanforderungen gerecht zu werden. 1995 übernahm auch hier ein neuer, wieder externer, Betreiber die Leitung.

Mit den Bemühungen der Stadt im Rahmen der Sanierung der Bahnhofsumgebung ein Großkino anzusiedeln, und der positiv entschiedenen Bauvoranfrage der amerikanischen „United Cinemas International“ (UCI), zeichnete sich etwa zwei Jahre später der vorerst letzte Umbruch in der Kinolandschaft Wilhelmshavens ab. Nach einigen Verzögerungen und dem Ein- und Ausstieg verschiedener Bewerber, wurde der Bau letztendlich durch einen Kölner Investor und der „Hoyts Cinema Europe“, als Betreiber, umgesetzt.
Ende 1999 wurde dann das „Kinopolis“ Multiplex mit 9 Sälen und etwa 1.780 Plätzen eröffnet. Auf das „Filmzentrum am Rathaus“ hatte diese Eröffnung jedoch derart negative Auswirkungen, dass dort bereits ein Jahr später die letzte Vorstellung stattfand.

Die Zukunft seines „Apollo“ hatte Michael Kundy wohl positiver gesehen. Denn 1997 wagte er mit der Renovierung des Saals, und dem Einbau einer neuen „Dolby-Digitalton-Anlage“ eine umfangreiche Investition.
Basis hierfür war seine gute Programmgestaltung, die mit vielen Bundesfilmprogrammpreisen sowie dem Niedersächsischen Filmprogrammpreis honoriert wurde. Eine ggf. gefürchtete Verdrängung durch das „Kinopolis“ fand tatsächlich nicht statt.
Ab 2001 gingen die Geschäftsleitung der Multiplex-Gruppe und Kundy sogar gemeinsame Wege: Er übernahm, ausgestattet mit großer Entscheidungsfreiheit, die Theaterleitung des „Kinopolis“ und verlegte das Programmkino „Apollo“ ab September 2001 in einen Saal des Multiplex.

Nach zwischenzeitlich zwei neuen Betreibern und einem Namenswechsel,
ist das „Kinoplex“ seit September 2008 beim ursprünglichen Antragsteller, der UCI Gruppe angekommen.
Die Zukunftsplanung dieser Gruppe sieht für Wilhelmshaven, unter der Theaterleitung von Michael Kundy, vielversprechend aus. So ist mit 3D-Technik Kino der nächsten Generation bereits eingezogen. Liveübertragungen von Konzerten und Opernaufführungen könnten, neben dem Apollo Programmkino, einen besonderen Bogen zur Kultur spannen. Zusammen mit der Aufwertung des Gastronomiebereichs als hochwertiges Lounge Café, wird den Besuchern das geboten was Kino ausmacht: ein besonders Kulturerlebnis!

Shania

Helmut 8. September 2010

Willkommen kleiner Mensch, auf unserer Welt!

Sicher, bin ich etwas Befangen – aber Du bist das hübscheste Baby das ich jemals gesehen habe! Deine Finger – so zart und lang, deine Lippen – so fein gezeichnet, dein Gesicht – so… ich kann es nicht beschreiben. Diese Bewegung in deinem Gesicht – wie du die Nase kräuselst und gähnst. Diese Friedlichkeit… Ich wünsche Dir eine spannende, erlebnisreiche, und glückliche Zukunft!

Diese Zeilen habe ich Ende 2008 nach der Geburt der Tochter meiner besten Freundin geschrieben. Sie waren der Beginn einer Reihe von Momentbeschreibungen, von denen ich mir vorgenommen habe, sie so lange wie Möglich zu schreiben. Es wird gesagt „Kinder verändern alles“. „Stimmt“ kann ich da nur mit voller Überzeugung sagen. Und deshalb möchte ich in Zukunft Auszüge dieser Momentbeschreibungen und meiner Gedanken dazu, hier in loser Folge in Zeitrafferform veröffentlichen. Warum? Sicher als Omage an dieses Kind, und an unsere Zukunft. Denn der Umgang mit Kindern ist einer der besten Wege unsere Zukunft zu beeinflussen.

Übrigens, „dieses Kind“ hört auf den Namen „Shania“, ist mittlerweile fast 2 Jahre alt und die herrlichste Motivation meines Lebens.